Der PSØ21 benötigt keine Vollbrücke. Zwei Widerstände, im weiteren Halbbrücke genannt, reichen völlig aus. Zusammen mit einem Kondensator bilden diese Widerstände einen Tiefpassfilter. Der Kondensator wird auf Vio aufgeladen und abwechselnd über die beiden Widerstände entladen.
Der PSØ21 bietet zwei Anschlussgruppen, einen für jede Halbbrücke. Jede Gruppe besteht aus 6 Pins, zwei pro Widerstand sowie ein Load und eine Sense Pin
Um mit einer Vollbrücke zu arbeiten wird diese in zwei Halbbrücken aufgeteilt. Beide Halbbrücken werden überlappend und mit jeweils eigenem Komparator vermessen, was wir 'Alternating Modus' nennen. Vorteile des Alternating Modus sind seine Redundanz und Ausfalltoleranz. Vom Messprinzip her ist nur ein Komparator notwendig. Diesen Modus nennen wir 'One-sense' Modus und empfehlen ihn überall dort, wo keine zwei Komparatoren notwendig sind.
Der Vollbrücken Modus ist derjenige mit dem intrinsisch geringsten Temperaturdrift der Elektronik. Schließt man die beiden Halbbrücken so an, dass die Ergebnisse subtrahiert werden, dann wird der Temperaturdrift deutlich auf ca. 5 nV/K reduziert. Dieser Wert liegt um den Faktor 30 - 50 unter dem eines guten Dehnungsmesstreifens. Dabei ist in der Angabe zur Temperaturdrift der Komparator bereits enthalten.
Der Wheatstone Modus erlabut den Anschluss der klassischen Wheastonebrücke an den PSØ21. Dieser Modus kann auch mit dem Doppelbrückenmodus verknüpft werden, um 2 Brücken anzuschließen. Die Optionen zur Konfuiguration sind die selben wie im Normalmodus.
Die Komparatorschaltung muss hierfür modifiziert werden. Die Gain-Kompensation kann in diesem Modus nur in Verbindung mit separaten Komensationswiderständen verwendet werden.
Bei der Berechnung des Ladekondensators muss man berücksichtigen, dass der DMS Widerstand um 25% reduziert wirkt.
Dieser Modus hat Vorteile bei Anwendungen mit langen Kabeln zwischen Sensor und Elektronik, da die Kabelkapazitäten kompensiert werden. Es ist so möglich, bis 10 m Kabellänge zu arbeiten.
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