Das Messprinzip
Als Sensor dient eine einfache Spule mit Ferritkern. Zusammen mit einem Widerstand bildet diese ein R-L Glied, dessen Zeitkonstante mit einem TDC vermessen wird. Sobald ein Flügel des Verdichterrades vor dem Sensor steht, wird das R-L Glied aufgrund der entstehenden Wirbelströme bedämpft, die Zeitkonstante ändert sich. Eine dem TDC-Messkreis nachgeschaltete DSP-Einheit errechnet daraus die Drehzahl.Die Zeitmessung erfolgt hochgenau mit einer Auflösung von ca. 125 ps. Die Zeitkonstante des R-L Gliedes kann daher sehr klein gewählt werden, was eine sehr hohe Abtastrate ermöglicht.Die Wirbelstrombedämpfung ist für paramagnetische Materialien am größten. Das Verfahren ist daher bestens für Aluminium geeignet.Der maximale Abstand zwischen Sensor und Flügelrad hängt von der Geometrie der Flügel ab. Er variiert von 0,8 mm (32 mm Räder) bis 1,6 mm (90 mm Räder). Die Länge des Sensorkabels kann durchaus 4 m betragen. Durch die Art des Messverfahrens ist die Schaltung unempfindlich gegen Änderungen der Dielektrizitätskonstanten durch Schmutz.
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